… aber ein paar hundert Unermüdliche haben sich vom heute deutlich unsommerlichen Wetter in Hamburg nicht abschrecken lassen. Und weniger harte Schatten sind ja fotografisch sowieso von Vorteil, zumal in Kombination mit bunten Regenschirmen:
Die Turnschuhe in Herbstblattfarbe gefallen mir – Leider können sich alle Klima-Vernünftigen die Hacken ablaufen bei Demos – die verantwortlichen Leute in der Regierung sind bis auf ganz wenige blind, taub und emotionslos.
Ja, spätestens seit den ersten Weichenstellungen der aktuellen Regierung – die nahezu ausnahmslos auf weniger statt mehr öko-soziale Gerechtigkeit abzielen – hielte ich etwas Eskalation für geboten, so was in der Kategorie Frauenstreik in Island. (Wie realistisch diese Hoffnung ist, steht noch mal auf ’nem anderen Blatt …)
Klima ist gestern (gestrig).
So ist es leider.
Den Kollaps werde ich wohl nicht mehr erleben…müssen.
Wenn man mit Klimarettung gut Geld verdienen könnte…, aber da hat noch keiner so recht ne Idee.
Tja, das mit dem Geldverdienen dürfte in der Tat eins der Kernprobleme sein. Im Prinzip gibt es ja längst alle Lösungen, die wir bräuchten, um jedermensch auf der Welt ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen; aber Sachen wie dezentrale Energieerzeugung, lokale/regionale Wirtschaftskreisläufe, all dieser gemeinwohlorientierte „ökosozialistische Quatsch“ – das ist halt nicht kompatibel mit immensem Reichtum, lukrativen Aufsichtsratsposten und all den anderen Schmiermitteln unseres ökonomischen Getriebes …
Das ist meines Erachtens auch die jahrelange Lobbyarbeit. Alles, was auch nur im Entferntesten grün ist, ist verdächtig, Greta, Kleber, die Grühünen etc. Die dummen Sprüche wie aus der Werbung können alle mitsprechen. Und alle gehen immer davon aus „ach ich erleb’s nicht mehr“. Da ist auch viel Angst dabei, offen über das Thema spricht kaum mehr, man blökt (so habe ich es erlebt) die Mehrheitsmeinung mit. Und hofft halt, dass erst dann kommt, wenn…
„Und alle gehen immer davon aus ,ach ich erleb’s nicht mehr‘“. – Das erinnert mich an was. Moment mal … [Schuhkartonkruschelgeräusch] … hier, ich hab’s, ca. um die Jahrtausendwende geschrieben, bei Einführung der Ökosteuer:
„Zu dumm nur, dass Volksvertreters heimliche Hoffnung, der Karren möge erst nach dem eigenen Ableben gegen die Wand fahren, mit jeder Legislaturperiode unrealistischer wird.“ https://wort-und-satz.de/kurz.htm
Liest sich, als habe ich damals damit gerechnet, dass der Kollaps noch ein bisschen früher eintreten werde, als es tatsächlich der Fall ist …
6 Comments
Clara Himmelhoch
Die Turnschuhe in Herbstblattfarbe gefallen mir – Leider können sich alle Klima-Vernünftigen die Hacken ablaufen bei Demos – die verantwortlichen Leute in der Regierung sind bis auf ganz wenige blind, taub und emotionslos.
Christian Wöhrl
Ja, spätestens seit den ersten Weichenstellungen der aktuellen Regierung – die nahezu ausnahmslos auf weniger statt mehr öko-soziale Gerechtigkeit abzielen – hielte ich etwas Eskalation für geboten, so was in der Kategorie Frauenstreik in Island. (Wie realistisch diese Hoffnung ist, steht noch mal auf ’nem anderen Blatt …)
Gerhard
Klima ist gestern (gestrig).
So ist es leider.
Den Kollaps werde ich wohl nicht mehr erleben…müssen.
Wenn man mit Klimarettung gut Geld verdienen könnte…, aber da hat noch keiner so recht ne Idee.
Christian Wöhrl
Tja, das mit dem Geldverdienen dürfte in der Tat eins der Kernprobleme sein. Im Prinzip gibt es ja längst alle Lösungen, die wir bräuchten, um jedermensch auf der Welt ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen; aber Sachen wie dezentrale Energieerzeugung, lokale/regionale Wirtschaftskreisläufe, all dieser gemeinwohlorientierte „ökosozialistische Quatsch“ – das ist halt nicht kompatibel mit immensem Reichtum, lukrativen Aufsichtsratsposten und all den anderen Schmiermitteln unseres ökonomischen Getriebes …
holger
Das ist meines Erachtens auch die jahrelange Lobbyarbeit. Alles, was auch nur im Entferntesten grün ist, ist verdächtig, Greta, Kleber, die Grühünen etc. Die dummen Sprüche wie aus der Werbung können alle mitsprechen. Und alle gehen immer davon aus „ach ich erleb’s nicht mehr“. Da ist auch viel Angst dabei, offen über das Thema spricht kaum mehr, man blökt (so habe ich es erlebt) die Mehrheitsmeinung mit. Und hofft halt, dass erst dann kommt, wenn…
Christian Wöhrl
„Und alle gehen immer davon aus ,ach ich erleb’s nicht mehr‘“. – Das erinnert mich an was. Moment mal … [Schuhkartonkruschelgeräusch] … hier, ich hab’s, ca. um die Jahrtausendwende geschrieben, bei Einführung der Ökosteuer:
„Zu dumm nur, dass Volksvertreters heimliche Hoffnung, der Karren möge erst nach dem eigenen Ableben gegen die Wand fahren, mit jeder Legislaturperiode unrealistischer wird.“ https://wort-und-satz.de/kurz.htm
Liest sich, als habe ich damals damit gerechnet, dass der Kollaps noch ein bisschen früher eintreten werde, als es tatsächlich der Fall ist …