Digitales Composing

Ganz knapp daneben

Normalerweise gibt es hier ja keine Schnitt­mengen mit meinem beruf­lichen Leben, aber zurzeit mache ich ein paar unkon­ventio­nelle Fotos von mir gestal­teter/produ­zierter Bücher fürs Port­folio, und da ist mir heute eins gelungen, dem ich ein bisschen mehr Aufmerk­samkeit gönne:

An der Lage der Schärfe­ebene ist nichts am Rechner getrickst, das kommt so aus der Kamera.1 Und wenn man kri­tisch hinschaut, sieht man: Wenn ich Front- und Rück­standarte viel­leicht ein halbes Grad mehr gegen­einander ver­schwenkt hätte, dann wäre auch der Autoren­name auf dem Rücken noch voll im Fokus geblie­ben, ohne dass die übrigen Bücher schärfer geworden wären.

Aber mal abge­sehen davon, dass man meine einfache Cambo ohne Fein­triebe nur mit sehr viel Geduld so präzise jus­tieren könnte: Ist es ange­sichts der kalten tech­nischen Perfek­tion, die Gene­rative AI heute liefern kann, nicht sowieso sinn­voll, sich hier und da eine kleine ⇢ Unfoll­kommen­heit zu erlauben, damit man erkennt, dass dies ein Mensch gestaltet hat und keine Maschine?


  1. (Technisches: 150mm @f/11, netto ca. 60x45mm Sensor-Fläche, Composing aus 6×4 Ausschnit­ten mit dem Ensemble ⇢ wie hier beschrieben.) ↩︎

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