Randbemerkungen

Versehentlich authentisch

Hab also neulich meinen ⇢ Spreng-Satz tatsäch­lich auf der Korrex drucken können. Leider habe ich es dabei versäumt, die Mon­tage der Lettern foto­grafisch zu doku­mentieren – die ein­zelnen „Quer­schläger“ musste ich mit den unter­schied­lichsten impro­visierten Keilen fixieren, ziem­liche Frickelei das. Aber hinter­her hab ich immer­hin gut zehn brauch­bare Abzüge hinbe­kommen, von denen dieser hier mein Favorit ist:

Ich wollte zwei verschie­dene Töne aus einer Farbe und habe des­halb die beiden Hälften in unter­schied­lichen Inter­vallen mit der Hand­walze einge­färbt, und in diesem einen Fall hab ich es geschafft, die Serife des r zu erwischen, das eigent­lich noch gar nicht dran war. Gefiel mir dann auf Anhieb gut; aber ich habe doch drauf ver­zichtet, das zu wieder­holen, denn Fehler, die man mit Absicht macht, wirken meist nicht halb so charmant.

Jeden­falls möchte man sich ja ein­bilden, dass so ein Makel immerhin ein Indiz dafür ist, dass dies eben ein Werk aus Menschen­hand ist und nicht irgend­ein AI-Slop. Aber wahr­schein­lich lässt sich solcher­lei Veredel­schmuddelung inzwi­schen auch schon auto­matisieren …

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