Gut genug – Fotonotizen

Wenn ein Tester fotografischen Geräts solche Farbsäume sieht, pardon, chromatische Aberrationen natürlich, dann wird er*sie vermutlich leise weinen und dieses Objektiv keiner weiteren Betrachtung würdigen.
Na und? Im Ganzen sieht das Foto so aus:

Fällt doch kaum mehr auf, beziehungsweise nur noch, wenn man gezielt danach sucht. Klar, man hat bei solchen Abbildungsfehlern (wie sie hier mein adaptiertes 90er-Jahre-Tele verursacht hat) nur noch begrenzte Möglichkeiten der Nachbearbeitung; aber ich bin ja in der glücklichen Lage, meine Fotos nicht als riesige Drucke verkaufen, sondern nur im Internet zeigen zu wollen, und dafür ist die technische Qualität allemal ausreichend, finde ich. Einfach öfters mal nur auf die Gesamtwirkung achten und erst gar nicht in die 100%-Ansicht reinzoomen – das entspannt 🙂
Dann wieder gibt es Bildfehler, die mich schon stören. Neulich fielen mir im Sucher beim Herumspielen mit einer Gegenlicht-Situation ein paar heftige Geisterbilder auf, die ich mir zuerst nicht erklären konnte, bis ich drauf kam, dass das klare Schutzfilter auf der Linse dafür verantwortlich war. Das fragliche Bild hab ich blöderweise nicht gemacht, aber später im Keller dann probiert, ob sich der Effekt reproduzieren ließ.
Ließ er – identische Parameter, nur links ohne und rechts mit UV-Filter auf dem Objektiv:


Das sind nicht nur ganze Serien von Geisterbildern, sondern auch der Kontrast geht recht deutlich in die Knie. Ne, lass mal, da verlasse ich mich zukünftig doch wieder nur auf die mechanische Schutzwirkung meiner Streulichtblenden.
Und jetzt noch ganz ohne Technik-Blabla zwei tagesaktuelle Fotos, nach der Gartenarbeit und nach dem Abendessen:

