Digital

Mein Belichtungsmess-Pfannkuchen

Auf einem Stativ am Rand eines Gewässers steht eine hölzerne GroßFormatKamera; auf ihem Laufboden steht zusätzlich eine digitale Kamera mit sehr kleinem, flachem Objektiv.

Heute durfte mal wieder meine Lieb­lings-Kamera, die hölzerne 9×12, mitkommen, und zwar ins Brenner Moor bei Bad Oldesloe. Die Filme, sechs Blatt, wollen natür­lich erst noch entwi­ckelt werden, aber hier stelle ich euch schon mal meinen etwas unkon­ventio­nellen Spot-Belich­tungs­messer vor, der bei solchen Unter­nehmungen neuer­dings dabei ist.

Mein bisheriger Hand­belichtungs­messer mit Spot-Funktion war nämlich nach knapp 20 Jahren irrepa­rabel defekt, und auch wenn man das für Elek­tronik wohl für ein okayes Alter halten muss, finde ich es nicht akzep­tabel, zumal bei Neupreisen von nicht mehr weit unter vier­stellig. Außerdem sind die Dinger mittler­weile auch nur noch mit Touch­screen zu haben, also nicht handschuh­kompatibel, so dass ich insge­samt zero Lust hatte, noch mal ein Gerät vom de-facto-Monopo­listen zu erwerben.

Statt­dessen habe ich mich der alten und im Alltag wg. begrenzter Lowlight-Fähig­keiten selten genutzten APS-C-Sony erinnert, die halt eine ganze Ecke kleiner ist als die Voll­format-Alphas und mit einem sehr flachen („Pancake“-)Objektiv auch in die Jacken­tasche rutschen kann. Ein solches fand sich (für einen sehr über­schau­baren zwei­stelligen Betrag) bei der chine­sischen Marke 7Artisans: Fest­brenn­weite 35 mm, Fest­blende 5,6, fokus­sierbar bis 30 cm. Damit wird an der Kamera nur noch die ISO fix auf 100/21° gestellt, die Belichtungs­messung auf Spot und die Steue­rung auf Zeit­auto­matik (hurra, nach Jahr­zehnten weiß ich nun endlich, wozu benutzer­defi­nierte Speicher­plätze auf dem Betriebs­arten-Wahlrad gut sind), und für meine Standard­filme, die ich meist wie 0 bis 3 DIN belichte, entspricht dann die ange­zeigte Zeit in Sekunden­(bruch­teilen) der in Minuten­(bruch­teilen) für Blende 5,6 – der Rest lässt sich bequem im Kopf rechnen.

Tatsächlich ist dieser „Spot­messer“ noch nicht mal größer und auch kaum schwerer als der bishe­rige, aber anders als dieser kann er notfalls sogar selbst Fotos machen. Nicht grade sensa­tionell gute, aber man erkennt was:

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