Digitales Composing,  Randbemerkungen

Vermischtes Ende Mai

Merlin am Morgen Als ich um kurz nach vier heute früh von lauten Gesängen geweckt wurde, hab ich mal die App Merlin Bird ID laufen lassen. Und außer den übli­chen Verdäch­tigen – Amsel, Kohl- und Blau­meise – wurde noch eine Mönchs­gras­mücke identi­fiziert. Gesehen habe ich bewusst schon länger keine, aber schön zu wissen, dass sie hier ist. – Neulich an den mecklen­burgischen Seen war der Musik­stil übrigens ein völlig anderer; da war der Domi­nator der Morgen­dämmerung eindeutig der Pirol. Und sehr gefreut habe ich mich dort, mehr­fach und nicht nur akus­tisch, sondern auch Aug’ in Auge einem Drossel­rohr­sänger zu begegnen. Vorsatz für die nächste Radtour: Allmorgend­lich zwei Minuten Audio der jewei­ligen Geräusch- und Gesangs­kulisse aufzeichnen.

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Zwischen Lahn und Weser Werden wir doch mal etwas breiter – Klick aufs Bild öffnet ausnahms­weise einen neuen Tab, und wenn ihr darin noch mal das Bild anklickt, wird es groß und scrollbar1:

Diese feine Land­schaft mit Alleen fanden wir in der Gegend um Pader­born, wo wir zwischen Himmel­fahrt und Pfingsten außer­plan­mäßig unter­wegs waren. Denn eigent­lich hatten wir in dieser Zeit schon an der Lahn die Camping­saison einläuten wollen, aber fürs Ziel­gebiet waren da noch Tiefst­werte bis zwei Grad vorher­gesagt, und dann zu zelten ist ja nicht jeden­menschs Sache … Daher wurden es nur zwei Nächte mit festen Unter­künften auf dem Rückweg von Frank­furt, und soweit es das Wetter hergab, sind wir hier und dort ein bisschen radge­fahren oder die Groß­format­kamera ⇢ kam zum Einsatz.

Natürlich hab ich aber auch digital geknipst – für eine Auswahl von dreiein­halb Dutzend mal doku­menta­rischen, mal einfach-nur-so-Bildern ⇢ bitte hier entlang.

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Nützliche Kleinigkeiten Es gibt im Reise­gepäck ein paar Dinge, über die ich mich bei jeder Benut­zung freue. Eins davon ist unser Hammer – nicht mal 100g schwer, bekommt die Heringe aber auch in härtere Böden gut rein. Und durch die Quietsch­farbe findet man ihn auch noch, wenn man das Zelt mal nach Einbruch der Dämme­rung aufbauen muss.

Ebenfalls längst unver­zichtbar: die beleuch­tete Lupe, dank der die regel­mäßige Sensor­reinigung bei den Digital­kameras sehr viel ziel­gerich­teter über die Bühne geht als früher. Die erspart mir übers Jahr locker diverse Stunden öder Ausfleck­retusche. Da sie sehr klein und leicht ist und wahl­weise von Knopf­zellen oder einer Power­bank gespeist werden kann, könnte sie auch auf Reisen mitkommen – wobei es sich für mich noch mehr bewährt hat, unter­wegs erst gar nicht das Objektiv zu wechseln. Und da ich bekannter­maßen auch kein Zoom-Freund bin, sorgt die begrenzte Pack­kapa­zität beim Selbst­bewegen auto­matisch für ein wunderbar redu­ziertes Foto-Setup 🙂

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Probleme, die wir damals nicht hatten Sensor­staub gehört eindeutig in die Kate­gorie „Dinge, die bei Analog­foto­grafie besser sind“. Nicht unbe­dingt objektiv, aber subjektiv besser war es auch, als noch nicht das Rein­zoomen in 1:1-Pixel­darstellung nur einen Klick in der EBV-Soft­ware entfernt war, sondern man sich mit der Lupe auf dem Leucht­tisch übers Negativ zu beugen hatte: Denn auf diese Weise sieht man nicht jeden noch so kleinen Fehler in voller Pracht. Fällt mir beson­ders auf, wenn ich Fotos mit dem 135er anschaue und am Bild­schirm sehe, dass selbst bei f/4,5 die Schärfe ein, zwei Zenti­meter neben dem Optimum liegt – das war in den 1980ern sehr viel entspannter, da hab ich unbe­schwert f/2,8 einge­stellt und den Schnitt­bild­indikator im Sucher befragt, das Ergebnis passte dann schon. Diese Leichtig­keit fehlt mir heute manchmal, wenn die Soft­ware mal wieder sugge­riert, tech­nische Perfek­tion sei möglich, ich habe sie nur eben verfehlt …

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Heikle Routenplanung Weil ich auch dieses Jahr ein paar Tage mit dem Rad im Alpen­raum unter­wegs sein möchte (wenn auch längst nicht so exzessiv wie ⇢ 2025), hab ich neulich eine grobe Strecke geplant. Und nach meinen meist guten Erfah­rungen mit ⇢ bikerouter.de fürs Planen ruhiger, verkehrs­armer Rennrad-Touren dachte ich, probier’ ich doch mal das dortige Trekkingrad-Profil für eine Strecke, auf der auch mal ein biss­chen Schotter vorkommen darf, viel­leicht nicht ganz so wild wie MTB oder Gravel? Kurzfassung: Nein. Was da ange­boten wird, ist teil­weise weit abseits alles Fahr- oder auch nur Schieb­baren – da geht es in Regionen über 2500m, für die selbst in Komoot nicht eine einzige MTB-Tour ausge­wiesen ist und wo die Refugios auf ihren Websites schreiben, sie seien ausschließ­lich zu Fuß erreichbar. Neinnein, Herr W., das lassen wir lieber …

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Extrem überbelichtetes Bild einer Altstadt am Rand eines Baches. Die hellen Partien sind völlig weiß, die Farben der Mitteltöne übertrieben bunt.

Zu guter Letzt noch ein „Neben­produkt“ der gestrigen Bild­bearbeitung – ein Stapel mehrerer Aufnahmen zur Simu­lation längerer Belich­tung, nur eher subtraktiv gemischt. (Noch ein Vorsatz: lieber wieder mehr das ND-Filter nutzen, spart auch viel Zeit in der EBV.)


  1. Dies ist eindeutig nicht die eleganteste Form der Präsentation, aber Plugins, die so was hübscher können, kosten ordentlich Geld … ↩︎

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