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Morgens um fünf

Hochsitz im ersten Sonnenlicht des Tages

… kann einem diese bekloppte Welt tatsächlich noch einiger­maßen in Ordnung vor­kommen. Das ist normaler­weise leider nicht die Zeit, um die ich schon draußen bin, denn wenn man abends nicht vor Mitter­nacht das Büro zuklappt, klappt es nicht so gut, zu vernünf­tiger Zeit, i.e. mit der Sonne, aufzu­stehen. Aber gestern bin ich mal schon gegen 22 Uhr ins Bett gegangen, prompt bin ich heute um 4:15 ohne Wecker wach geworden, und nach kleinem Früh­stück war ich dann um fünf Uhr im Wald.

Eigentlich hatte ich es fotografisch eher auf Flausch und Fluff abgesehen, fürs Blog nebenan, und hatte deshalb bloß das lange Objektiv am kleinen Sensor nebst Einbein-Stativ dabei, nicht die ideale Kombi für Landschafts­fotos. Trotzdem habe ich mich dann erst mal mit dem Spiel des ersten Lichts auf den Getreidefeldern befasst:

Dann wurden erst die Kühe wach,

Zwei schwarze und eine weiße Kuh liegen unter Baum
weiße Kuh steht und leckt sich den Rücken

dann rieb sich ein Hase vor der Kamera die Augen,

und dann habe ich erst bei der Amsel

Amsel an Ast, 1/4 Sekunde, leicht verwackelt

und dann beim Reh

weibliches Reh, ziemlich nah, leider mit ziemlicher Verwacklungsunschärfe

vergessen, dass die kleine Kamera einen elektro­nischen Sucher hat, der die Hellig­keit auto­matisch verstärkt; und wenn man dann nicht drauf achtet, welche Belich­tungs­zeit die Zeit­auto­matik wählt, sieht man erst hinterher, dass es kurz nach Sonnen­aufgang im Wald halt doch noch ziemlich dunkel gewesen sein muss.

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