Digitales Composing,  Randbemerkungen

Keine Brücke mehr

Heute mal wieder ein Eintrag für die Chronistenpflicht:

Zersägter Baum im Beimoorwald

Vor ungefähr 13 Monaten habe ich euch diese prekäre Brücke im Wald gezeigt. Heute nun war nicht mehr viel davon übrig.

Nicht dass man es ihm ansehen würde, aber das Bild von heute ist mit eher noch mehr Aufwand entstanden als das damalige – zwar digital, aber mit derselben Groß­format­kamera als Objektiv­halter, und dann hab ich mit viel Hin- und Herschieberei von Objektiv- bzw. Sensor­ebene mehrere Dutzend über­lappende Aufnahmen gemacht, die ich anschließend am Rechner per Panorama-Funktion zusammen­gefügt habe. Auf diese Weise wird die Digi­knipserei ähnlich entschleu­nigend und medi­tativ wie die analoge Fotografie, verbraucht aber nur Strom statt entsorgungs­pflichtiger Chemi­kalien. Anderer­seits fühlt sie sich dann aber auch mehr wie Arbeit an und weniger wie Spaß … Jedenfalls würde ich mich ungern auf die eine oder die andere Methode festlegen müssen.

Hier noch zwei ergänzende Marginalbildchen:

Detail­ansicht des Baum­schnitts bei 1:1-Pixelansicht
Detail aus dem oberen Bild in 100%-Ansicht (Screen­shot aus Light­room). Perfekt scharf geht natürlich auch anders, vermutlich ist Arbeitsblende 11 bis 16 unter Beugungsaspekten schon kritisch für die hohe Pixel­dichte des kleinen Sensors.
Dies dürfte ungefähr der komplette Rest der Brücke sein. Mit dem Handy passt mehr aufs Bild – dafür kann man nicht mehr ganz so gut Jahres­ringe zählen …

2 Comments

  • derbaum

    immer wieder interessant deine detail-beobachtungen. das mit der zuen blende als unschäfre-faktor wusste ich zwar habe es aber wieder verdrängt. und mich gefragt warum die bilder bei f=36 nicht scharf sind…

    und nu musste wieder durchs wasser?!

    • cwoehrl

      und nu musste wieder durchs wasser?!
      Es läge hier und da noch ein Ast oder zwei überm Graben, so bin ich gestern rüberbalanciert. Aber man braucht an der Stelle auch gar keine Brücke, da ist bis zur nächsten landwirtschaftlichen Nutzfläche ohnehin nur Unterholz, in dem man die Fell- und Federn-Welt auch prima unter sich lassen kann.
      Das mit der Beugung ist halt auch vernachlässigbar, finde ich, solange man die Bilder nicht bei maximaler Größe und Auflösung braucht. Wenn man sie sowieso runterrechnet, ist der Schärfentiefe-Gewinn fürs Gesamtbild der wichtigere Faktor.

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