Digital,  Randbemerkungen

Sammeleintrag mit vielen Wanderfotos

Samstag war mein Wandertag. Immerhin 16,5 Kilo­meter sind es geworden, leider über­wiegend längs der Land­straße, weil ich so kurz nach dem Orkan und ange­sichts des immer noch starken Windes Wälder mög­lichst mei­den wollte. Trotz­dem wars schön bei dem span­nenden wechsel­haften Licht, und ich habe für meine Verhält­nisse enorm viele Fotos gemacht. 45, um genau zu sein:

Eine Gesamtansicht von 45 Landschaftsfotos als Screenshot aus der Fotodatenbank

Nach Aussor­tieren einiger Doubletten sind immer noch 35 übrig geblieben, für die ich mir jetzt mal eine andere Form der Präsen­tation ausge­dacht habe. Denn weil der Feed­reader auch noch so kleine Galerie-Bilder immer sofort in voller Größe lädt, was bei dieser Menge lästig sein kann, bleibt es für hier beim obigen Kontakt­bogen. Zum Durch­blättern aller Bilder habe ich zusätz­lich eine eigene Seite ange­legt (also Seite im Gegen­satz zu Blog­eintrag in der Word­press-Nomen­klatur), die nicht im Reader auf­tauchen sollte. Sagt mir gern, was ihr davon haltet, ob als Browser- oder als Feed­reader-Leser*innen 🙂

Bitte hier entlang: silberpixel.net/wandern-zwischen-den-stuermen/

***

Ein dunkler Ast ragt aus der Mitte der Unterkante des Bildes nach oben und zerfasert bis zur Mitte in immer dünnere und hellere Einzelstränge, wie ein Kabel mit mehreren Adern, die man aufspleißt. Hintergrund unklar, unten mittleres Braun, oben rechts fast schwarz, oben links blau.

So einen Bildaufbau bei so enger Schärfentiefe hätte ich mit der analogen Messsucher-Kamera wohl nicht gewagt.

Gut die Hälfte dieser 35 Bilder – alle, die nicht offen­sicht­lich mit dem Weit­winkel aufge­nommen sind – habe ich mit einem extrem unter­schätzten alten Objektiv foto­grafiert: einem Leica Elmar-C 1:4/90 mm. Das war Anfang der 70er mal für die Leica CL / Minolta CLE konstru­iert worden und ist in Leitz-Maßstäben ein Low-Budget-Objektiv, was aber im Ver­gleich zu vielen heu­tigen AF-Optiken immer noch eine sensa­tionelle mecha­nische und sehr anstän­dige optische Qua­lität (vor allem an der Nah­grenze) bedeutet. Das habe ich vor vielen Jahren schon für die analoge Leica gekauft, aber an einer stabi­lisierten DSLM, an der die vergleichs­weise geringe Licht­stärke weniger ins Gewicht fällt (und bei der man dank beliebig positio­nier­barer Sucher­­lupe noch etwas prä­ziser fokus­sieren kann), macht es noch sehr viel mehr Freude. – Wollte ich nur mal erwähnen, obwohl ich sonst in letzter Zeit ja eher ungern über Technik schreibe: Es muss nicht immer was Neues sein, man findet bei Altglas immer mal wieder echte Perlen …

***

Aber um nicht versehent­lich mit zu viel Sonntags-Leich­tigkeit in die neue Woche zu starten: Diesen Artikel von Anne Apple­baum, The Reason Why Putin Would Risk War, fand ich enorm informativ.

14 Comments

  • Aebby

    Mir gefällt die Lösung mit dem Kontaktbogen im Reader, das kommt meinem Nutzungsverhalten sehr entgegen. Dem Schlecht-Laune-Link bin ich noch nicht gefolgt.

  • derbaum

    die idee ist nicht schlecht k ast du einen screenshot von lr gemacht (die icon unten deuten darauf hin)? oder wie geht der kontaktabzug?

  • Christian Wöhrl

    Ja prima, wenn es auch zu eurem Nutzungsverhalten passt. Auf die Idee hätte ich auch schon früher kommen können … Das mache ich ab einer gewissen Bildermenge zukünftig wieder so.
    @ Bernhard: Der vermeintliche Bentley ist preislich auch eher ein bescheidener Mittelklassewagen. Ich habe damals kaum über 100 Euro bezahlt, und für den Kurs findet man heute auch immer mal eins.
    @ Dirk: Ja, LR-Screenshot. Man kann zwar in den Photoshop-Aktionen auch Kontaktbögen basteln, aber den Aufwand treibe ich heute nur noch, wenn zwingend der Dateiname als Beschriftung mit dazu muss.

      • Christian Wöhrl

        Ich kann es dir nur für die englischsprachige CS6 zeigen, moderner bin ich bei Photoshop nicht. Damals war im Datei-Menü ein Bereich namens Automatisieren und dort eben der Kontaktbogen:
        Dateipfad File -/> Automate -> Contact Sheet II“ /></p>
					</div>
				</div>
				
			</article>

		<ul class=

        • Christian Wöhrl

          Es gibt in LR ein Druckmenü?
          🙂
          Ich weiß wohl, dass es das gibt, aber selbst wenn es nur ums reine Foto ohne irgendwas drumherum geht, drucke ich immer auf dem Umweg Indesign -> PDF. Macht der Gewohnheit 🙂

  • Klaus

    Das Foto mit dem Leica-Objektiv ist ja der Hammer. Mit Stativ?

    Beim Kontaktbogen war ich zuerst verwirrt, weil ich den Text mal wieder nur überflogen hatte und im Feed-Reader vergeblich drauf geklickt hatte. Eigentlich eine gute Lösung.

    • Christian Wöhrl

      Das Foto ist – alle Fotos in diesem Beitrag sind – frei Hand geschossen. Auch wenn ich ein paar Dinge an elektronischen Suchern immer noch nicht richtig gern mag: Dass man mit der Kamera am Auge in einen beliebigen Bereich des Bildes reinzoomen kann zum Scharfstellen, finde ich schon sehr seniorenfreundlich – wenn auch nicht ganz so cool, wie mit der Fernrohr-Lupe auf der Mattscheibe einer Balgenkamera zu fokussieren 🙂

      • Klaus

        Hm. Weiß nicht, ob mein altes Werkzeug das kann. Muss ich glatt mal im Handbuch nachschlagen. Halt – die hat keinen elektronischen Sucher. Das kann dann eigentlich gar nicht gehen.

        Mein neueres Zoomobjektiv mit der Bildstabilisierung verblüfft mich ja immer wieder, was damit frei Hand möglich ist.

        • Christian Wöhrl

          Stimmt, Bildstabilisierung ist auch eine der Neuerungen, die auch ein Modernisierungs-Skeptiker wie ich zu schätzen weiß. Wobei es bei mir auf der Nikon-Seite ja so war, dass sich über die Jahrzehnte ziemlich viel „Altglas“ ohne Autofokus und Stabi angesammelt hatte; dadurch fand ich es sinnvoller, statt auf neue Objektive zu wechseln, eine Kamera mit Gehäuse-internem Stabilisator und elektronischem Sucher anzuschaffen, an die sich das Altglas adaptieren lässt. AF habe ich dann halt immer noch nicht, aber für meine Motive komme ich mit der Zoom-Lupe gut zurecht.

  • Leave a Reply

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.