Randbemerkungen

200 Kilometer zum Impfen fahren

Es klingt wie dritt­klassige Comedy: Ein Freund eines Bekannten ist senior genug, um demnächst schon mit Impfen dran zu sein, und der wohnt in Frank­furt am Main, soll den Piekser aber in Kassel bekommen. Macht über die A5 und A7 rund 200 Kilo­meter einfache Strecke oder zwei Mal andert­halb Stunden ICE plus Zubringer. Wer denkt sich denn so was aus?

Selbst wenn das ein bedauer­licher Einzel­fall sein sollte: Offen­sicht­lich kein Einzel­fall ist, dass die bereits zuge­lassenen Impf­stoffe knapp sind. Landes-, bundes-, europa-, weltweit knapp. Warum eigent­lich? Nun, das ist das segens­reiche Wirken freier Markt­wirtschaft. Hier gibt es dazu einen lesens­werten Kommentar; die Kurz­fassung in meinen zuge­gebener­maßen etwas bösen Worten lautet, Markt­wirt­schaft ist, wenn man lieber ein paar hundert­tausend Menschen mehr sterben lässt, als einem Pharma­konzern in die Rendite zu regulieren

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