Digital

Morgens am Strand

Der Nachwuchs hatte sehr früh morgens einen Termin auf dem Priwall (Ostseite der Lübecker Bucht), und ich bin mit ihm hinge­fahren und dann ein bisschen am Strand wandern gegangen. Schon beim Los­laufen um sieben Uhr war es bullig heiß, und ich bin erst mal fast eine Stunde vor mich hinge­stiefelt, bis ich die Küsten­bereiche mit Wald erreicht habe, wo es auch ein bisschen Schatten gab, um den Rucksack abzu­setzen und eine Kamera rauszu­holen. Es war, aus Wetter­gründen, nicht mal der große Rucksack, ich hatte entgegen meiner ursprüng­lichen Planung die 9×12 daheim gelassen und nur zwei Digitale, etwas Makro, etwas Tele und ein Shift für Weitwinkel-Panos eingepackt. Ein paar Bilder vom Vormittage.

Zum Heran­tasten erst mal gutmütiges 35er an der Voll­formatigen. Noch nicht mal acht Uhr, aber das Licht war schon flach und hart. Wir merken uns: Sommer fühlt sich nicht nur grässlich an, sondern sieht auch so aus …

Gegen 8:30 Uhr hatten wir schon richtig fettes Hitze­flirren, hier ein Blick rüber zum Brodtener Ufer durchs lange Tele:

Lotsenboot vor dem Brodtener Ufer

Möwenbestimmung muss ich noch üben. Bei dieser Hübschen, die wohl etwas Wasser ins Ohr bekommen hat, bin ich recht sicher, dass es eine Lachmöwe ist:

Aber was haben wir hier, bei diesen Kerlchen, die sich um einen Stein kloppen, als gäbe es davon nicht genug, und bei der einzelnen Sonnen­anbeterin? Ich vermute Silbermöwen-Jungtiere:

Auf Höhe Rosenhagen ließ es sich auch am späteren Morgen noch gut aushalten, hier gibt es viel Wald bis direkt an den Strand und sehr schöne einzelne Bäume dabei, in deren Schatten sich gut sitzen und aufs Wasser gucken lässt.

Und zum Abschluss noch mal ein Blick durchs 420er. Ich würde mich ja ein bisschen verfolgt fühlen hier:

Finnlines-Fähre "verfolgt" Segelboot

8 Comments

  • derbaum

    schön so zeit für studien zu haben – und vor allem dies auch zu tun (das fällt mir schwer, ich fühle mich immer irgendwie getrieben…

    und du hast recht – bis 7 gehts mit dem licht, dann ist alles zu spät…

    • cwoehrl

      Geht mir aber ähnlich – bei etwas erträglicherer Temperatur wäre ich wohl noch ein paar Kilometer weiter am Strand entlanggelaufen. Um mich einfach nur hinzusetzen und abzuwarten, ob sich aus einer Situation ein Motiv entwickelt, dafür hab ich normalerweise zu viele Hummeln im Hintern. War aber tatsächlich ganz schön so, wie es gestern war; für irgendwas darf dieses Mistwetter ja auch mal gut sein.

    • Christian Wöhrl

      Ich mag den auch besonders gern (deshalb ist er ja auch das Artikelfoto), kann dir aber gar nicht mal sagen, warum. Vielleicht transportiert das Bild für mich besonders viel von der Stimmung des Morgens.

    • Christian Wöhrl

      Merci – einen schönen Sonntag wünsche ich auch in die Runde. (Für unsere Gegend sind Gewitter angesagt, darf von mir aus aber gern auch weniger stürmisch, dafür ausgiebig regnen …)

    • cwoehrl

      Bin nicht sicher, ob die Bootsbesatzung das so unterschreiben würde … Ich stell mir jedenfalls vor, dass man zum Nussschalensegeln in der Trave-Mündung Nerven aus Stahl braucht, bei dem Gewimmel von dicken Pötten.

Schreibe einen Kommentar zu cwoehrl Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.