Digital,  Randbemerkungen

Sammelnotizen zum Wochenende, mit Fahrradbild

Radler mit Fahrrad, Selfie schwarzweiß

DFzW zeigt diesmal auch den dazugehörigen Fahrer. Aufgenommen habe ich’s vorgestern mit dem antiken Trioplan mit all seinen Macken, ich musste es also nur noch in Schwarzweiß umwandeln für Vintage-Look wie anno dunnemals. Okay, die Accessoires sind natürlich nicht authentisch; vor allem hätte ein Fotograf der Epoche die 6×9-Kamera, in die das Objektiv ursprünglich eingebaut war, nicht mit dem Fernsprech-Endgerät ferngesteuert 🙂


Tja, soll man nun hoffen, dass die demnächst wohl anste­henden Ampel-Koalitions­verhand­lungen zu einer baldigen Regie­rungs­bildung führen werden? Ich bin wirklich gespannt, ob dieses doch sehr hetero­gene Parteien-Trio zu einer gemein­samen Linie finden wird, die der Lage gerecht wird, oder ob wir uns in Kürze ange­sichts allzu vieler fauler Kompro­misse doch mal eine Minder­heits­regierung wünschen werden.


Und wie sieht es wohl gegen Mitte dieses Jahr­hunderts in Deutsch­land aus, wenn es uns nicht gelingt, die größten Heraus­forderungen zu bewäl­tigen? – Diese Woche habe ich (auf Empfeh­lung, merci, ben_!) ein faszi­nierendes neues Buch gelesen, in dem es genau darum geht: Die Lehrerin von Dirk Hesse, erschienen in der Self­publishing-Reihe von Amazon, eine recht klas­sische Dystopie mit einer sympa­thischen, glaub­würdigen Prota­gonistin und auch sonst inter­essanten Charak­teren. Die größte Stärke des Romans liegt für mich in der bei­läufigen, oft nur mit Andeu­tungen operie­renden Selbst­verständ­lichkeit, mit der soziale und tech­nische Entwick­lungen beschrieben werden, die man sich so niemals wünschen würde, die aber durchaus realis­tisch scheinen, wenn uns die Kontrolle nur ein klein wenig entgleitet. Und seine größte Schwäche ist, dass er nach 230 Seiten schon vorbei ist – in diesem Stil, knapp und präzise, dabei durchaus elegant, hätte ich mir gern noch ein paar hundert Seiten mehr erzählen lassen …


Teebeutel-Packung Ingwer-Lemon
Hatte ich diesen Bilingualtee eigent­lich schon mal in meinem alten Blog? – Denn seit Jahren schon frag ich mich, wie wohl ein Tässchen Ginger-Zitrone im direkten Vergleich schmecken mag.

8 Comments

  • Frau Momo

    Für meinen Geschmack scheint die FPD etwas zu viel durchzusetzen.. das Tempolimit ist wohl schon vom Tisch, man will an der Schuldenbremse festhalten und keine Steuererhöhungen machen. Immerhin scheint die SPD sich mit dem höheren Mindestlohn durchzusetzen. Es bleibt wohl spannend. Wenn diese Koalition es nicht schafft, den Klimaschutz anzugehen und zwar richtig, dann haben wir hier bald ganz andere Sorgen. Warum redet eigentlich niemand davon, was es uns kostet, wenn wir nichts in Sachen Klimaschutz machen?
    Ingwer-Zitrone schmeckt sehr gut… ich mache mir den selber. Etwas Ingwer aus der Lüneburger Heide, etwas Zitrone, lecker und wärmend 🙂

    • Christian Wöhrl

      Echten Ingwer hab ich in dieser Jahreszeit auch immer hier zum (Kochen und) Aufbrühen, das schmeckt mir auch ohne Zitrone oder sonstige Beigabe gut. Die Beutelchen sind praktischer für den schnellen Bürobecher zwischendurch …

      Ach, das Tempolimit auf Autobahnen wäre für mich auch so ein Punkt gewesen, den ich zu opfern bereit gewesen wäre (obwohl ich die einschlägige Petition schon vor ewig unterschrieben habe). Erstens wird sich das mit mehr E-Fahrzeugen von selbst erledigen, wenn die Leute merken, dass sie bei 150 km/h doppelt so viele Ladepausen brauchen wie bei 120*, und zweitens fände ich es sehr viel wichtiger, uns auf innerorts 30 km/h als Regelgeschwindigkeit, auf einspurigen Landstraßen 70, max. 80 und auf möglichst autofreie Innenstädte zu einigen. Denn die Verkehrswende findet vor allem außerhalb der Autobahnen statt mit hoffentlich immer mehr ungepanzerten Teilnehmern auf der Straße, die Schutz vor den Autos verdienen.

      * auf die genaue Relation leg’ mich bitte nicht fest, aber es ist irgendwie so ähnlich: Der Stromverbrauch steigt mit zunehmender Geschwindigkeit überproportional an.

    • Christian Wöhrl

      Wenn diese Koalition es nicht schafft, den Klimaschutz anzugehen und zwar richtig, dann haben wir hier bald ganz andere Sorgen. Warum redet eigentlich niemand davon, was es uns kostet, wenn wir nichts in Sachen Klimaschutz machen?

      Auf diesen Punkt war ich vorhin gar nicht eingegangen, dabei ist es eigentlich der Kern vom Ganzen. Und auch der Aspekt, der mir an einer Regierungsbeteiligung der FDP in ihrem jetzigen Zustand die meisten Sorgen macht. Bisher habe ich nämlich keine Indizien dafür gesehen, dass Lindner und die Seinen beim Klima- und Artenschutz endlich mehr Konstruktivität zeigen wollen, als an ihrem fast schon niedlichen Wunderglauben an unerfundene Technik festzuhalten. Vielleicht sind sie ja zynisch genug zu glauben, dass die Folgekosten von Katastrophen sich besser vergesellschaften und auf die Ärmeren abwälzen lassen als die entsprechende Vorsorge …

  • Anna

    Über eventuelle Geschmacksveränderungen im Falle von linguistischen Enallagen bei bilingualen Tees habe ich noch nie nachgedacht. Aber es scheint mir ein interessantes Thema.
    Und wenn die eAutos zu weniger Raserei führen würden, wäre es ja immerhin ein Nutzen, den sie hätten vor ihrer Metamorphose in Sondermüll.

    • Christian Wöhrl

      Tatsächlich ist es wohl so, dass sogar Akkus, die noch in Autos verbaut sind, in ein entsprechend organisiertes Strommanagement eingebunden werden können – wenn sie über Nacht ohnehin an der Steckdose hängen, ist es theoretisch möglich, dass sie kurzfristige Bedarfe abfedern können, die sich z.B. nachts nicht durch Photovoltaik decken lassen. Wie serienreif das schon ist, das weiß ich nicht, aber die Idee, das Ganze sehr viel dezentraler und kleinteiliger zu organisieren, kommt mir im Prinzip sinnvoll vor.

      • Anna

        Es ist zu hoffen, dass noch vieles entwickelt wird, das solch positive „Nebeneffekte“ hat. Und dass es sich wirtschaftlich umsetzen und durchsetzen kann.
        Deine oben genannte Sicht zur FDP teile ich.

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